Inhaltsverzeichnis
Kieferbeschwerden: Ursachen, chiropraktische und osteopathische Lösungsansätze
Kieferschmerzen gezielt lindern – wie Sie Ihre Kiefergelenke nachhaltig entlasten
Kieferschmerzen treffen viele Menschen mitten im Alltag: beim Kauen, morgens nach dem Aufstehen oder als dumpfer Druck, der bis in Kopf und Nacken zieht. In der Chiropraxis Gärtner in Braunschweig begegnen wir täglich Patienten, die unter Kieferproblemen leiden und oft schon eine längere Odyssee hinter sich haben. Dieser umfassende Ratgeber zeigt, wie Kieferschmerzen entstehen, welche Rolle CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) spielt und wie Chiropraktik und Osteopathie Beschwerden nachhaltig lindern.
1) Kieferschmerzen – mehr als „nur“ ein Problem am Zahn
Kieferschmerzen wirken zunächst wie ein lokales Problem im Mundbereich. In Wahrheit handelt es sich häufig um komplexe Funktionsstörungen des gesamten Bewegungsapparates und Nervensystems.
Viele Patientinnen und Patienten berichten:
- Ziehende oder drückende Schmerzen im Kiefergelenk
- Kieferschmerzen beim Kauen, besonders bei fester Nahrung
- Kiefergelenkschmerzen am Morgen nach dem Zähneknirschen
- Kieferschmerzen einseitig rechts oder links
- Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und Schwindel zusätzlich zu den Kieferproblemen
In der Diagnostik zeigt sich regelmäßig: Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Halswirbelsäule, Becken und sogar der Fußkontakt zum Boden beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb betrachten wir Kieferschmerzen nie isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit Haltung, Stressniveau und Bewegungsmustern.
2) Was ist eine CMD und warum verursacht sie Kieferschmerzen?
Die Abkürzung CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion. Sie beschreibt eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula). Typisch dafür sind:
- Verspannte Kaumuskulatur
- Fehlbelastung der Kiefergelenke
- Störungen der Bisslage
- Veränderungen in der Körperstatik
Kieferschmerzen durch CMD entstehen, wenn Muskeln und Gelenke des Kausystems dauerhaft unter Stress stehen. Häufig liegen mehrere Faktoren gleichzeitig vor:
- Bruxismus (Zähneknirschen und Zahnpressen)
- Fehlhaltungen im Büroalltag
- Stress und psychische Belastung
- Vorbestehende Probleme an der Halswirbelsäule oder im Becken
In der Chiropraxis Gärtner verbinden wir die genaue Funktionsdiagnostik des Kiefergelenks mit einer Analyse der gesamten Wirbelsäule und des Bewegungsapparates. CMD betrachten wir dabei als ganzheitliche Störung, nicht als rein zahnmedizinisches Problem.
3) Typische Symptome: Wie zeigen sich Kieferprobleme im Alltag?
Kieferschmerzen treten sehr unterschiedlich auf. Die folgenden Beschwerdebilder begegnen uns regelmäßig:
Kieferschmerzen beim Kauen
Viele Betroffene spüren Schmerzen, wenn sie in ein Brot beißen, Fleisch kauen oder den Mund weit öffnen. Häufig berichten sie auch von:
- Stechenden Schmerzen im Bereich vor dem Ohr
- Einem Gefühl, als „blockiere“ der Kiefer
- Zähneknirschen in der Nacht und morgendlicher Muskelkater im Kiefer
Hier liegt oft eine Überlastung der Kaumuskeln oder eine Gelenkproblematik vor. In unserer Praxis finden wir bei diesen Patienten häufig eine Kombination aus muskulären Verspannungen und leichten Gelenkblockaden in der Halswirbelsäule.
Kieferschmerzen einseitig rechts oder links
Kieferschmerzen einseitig rechts oder Kieferschmerzen einseitig links weisen oft auf:
- Muskuläre Dysbalancen, zum Beispiel einseitiges Kauen
- Asymmetrische Bissverhältnisse
- Blockaden im oberen Halswirbelsäulenbereich
- Fehlhaltungen des Kopfes durch Bildschirmarbeit
Einseitige Kiefergelenkschmerzen treten oft zusammen mit Nackenschmerzen oder Kopfschmerzen auf. Hier zeigt sich besonders deutlich, wie eng Kiefergelenk, Atlas (erster Halswirbel) und Kopfhaltung verknüpft sind.
Kiefergelenkschmerzen, Knacken und Reiben
Viele Patientinnen und Patienten berichten:
- Knacken im Kiefergelenk beim Öffnen oder Schließen
- Reibegeräusche
- Gefühl eines „Springens“ im Gelenk
- Manchmal Blockaden des Mundöffnens
Diese Beschwerden deuten häufig auf eine Diskusverlagerung (Veränderung der kleinen Gelenkscheibe im Kiefergelenk) oder auf eine arthrotische Veränderung hin. Chiropraktische und osteopathische Techniken zielen hier vor allem auf:
- Druckentlastung im Gelenk
- Entspannung der Kaumuskulatur
- Verbesserung der Kieferführung
- Ausgleich der Statik in Halswirbelsäule und Schultergürtel
4) Ursachen von Kieferschmerzen: Ein Zusammenspiel aus Muskulatur, Gelenken, Statik und Nervensystem
Kieferprobleme entstehen selten durch nur eine Ursache. In der Chiropraxis Gärtner analysieren wir regelmäßig mehrere Bausteine, die zusammen Kieferschmerzen verstärken.
Muskuläre Verspannung und Dysbalance
Überaktive Kaumuskeln – vor allem der Musculus masseter und der Musculus temporalis – gelten als häufige Quelle für Kieferschmerzen. Langandauernde Anspannung führt zu:
- Druckschmerzen bei Berührung
- Ausstrahlung in Schläfen, Stirn und Ohren
- Einschränkung der Mundöffnung
Diese muskulären Beschwerden stehen häufig verbunden mit:
- Zähneknirschen in der Nacht
- Stressbedingtem Kieferpressen tagsüber
- Fehlhaltungen im Kopf-Hals-Bereich
Gezielte chiropraktische Justierungen der Halswirbelsäule kombiniert mit osteopathischen Muskel- und Faszienbehandlungen lösen diesen Teufelskreis Schritt für Schritt.
Gelenkpathologien: Arthrose und Diskusverlagerung
Das Kiefergelenk ist ein komplexes Doppelgelenk. Fehlbelastungen führen auf Dauer zu:
- Reibenden Geräuschen
- Mechanischen Blockaden
- Schmerzhafter Bewegungseinschränkung
Bei einer Diskusverlagerung verschiebt sich die Gelenkscheibe, was das bekannte Knacken im Kiefer auslöst. Entsteht zusätzlich Arthrose, kommen:
- Dauerhafte Kieferschmerzen
- Morgensteifigkeit
- Schwindel und Kopfschmerzen durch reflektorische Muskelverspannung
Zum Behandlungskonzept gehören dann:
- Sanfte Mobilisation des Kiefergelenks
- Entlastung der Gelenkflächen über Muskelarbeit
- Korrektur von Fehlstellungen in Hals- und Brustwirbelsäule
Fehlhaltungen der Wirbelsäule und Körperstatik
Kieferschmerzen stehen sehr häufig nicht am Anfang, sondern am Ende einer langen Kette von Fehlbelastungen. Typische Zusammenhänge:
- Nach vorne geneigte Kopfhaltung am Schreibtisch
- Eingesunkene Brustwirbelsäule
- Beckenschiefstand mit Reaktionskette bis in die Halswirbelsäule
Die Folge: Die Stellung des Unterkiefers verändert sich, die Kaumuskeln reagieren mit Mehrarbeit, und Kieferprobleme entstehen. Deshalb gehört zu jeder Kieferdiagnostik in der Chiropraxis Gärtner eine umfassende Haltungsanalyse.
Wenn Sie sich für solche Zusammenhänge interessieren, finden Sie weiterführende Informationen im Beitrag zu Beckenschiefstand und evidenzbasierten Behandlungsstrategien unter Beckenschiefstand.
Bruxismus: Zähneknirschen und Zähnepressen
Bruxismus gehört zu den häufigsten Ursachen für CMD und Kieferschmerzen. Stress, innere Anspannung und ungeklärte emotionale Konflikte drücken sich nachts oft in:
- Knirschen der Zähne
- Pressen des Unterkiefers
- Massiv überlasteter Kaumuskulatur
Klinisch zeigt sich das unter anderem in:
- Abgeschliffenen Kauflächen
- Rissen im Zahnschmelz
- Masseter-Hypertrophie (vergrößerter Kaumuskel)
- Kopfschmerzen und Nackenschmerzen
Bruxismus begleitet viele Patienten durch Krisensituationen wie die Corona-Pandemie. Studien zeigen deutliche Zunahmen von Zähneknirschen und damit zusammenhängenden Beschwerden in belastenden gesellschaftlichen Phasen.(wienerzeitung.at)
Für eine nachhaltige Behandlung von Kieferschmerzen reicht eine reine Knirscherschiene oft nicht. Ergänzend braucht es:
- Chiropraktische Normalisierung der Wirbelsäulenstatik
- Osteopathische Entspannung der Kaumuskulatur und Faszien
- Coaching für Stress- und Schlafhygiene
Traumata, Unfälle und Schleudertrauma
Auch Verletzungen spielen bei Kieferschmerzen eine Rolle:
- Schleudertrauma der Halswirbelsäule nach Verkehrsunfall
- Sturz auf Kinn oder Gesicht
- Zahnextraktionen oder chirurgische Eingriffe
Das Gewebe im Kopf-Hals-Bereich speichert Spannung häufig über Monate oder Jahre. Chiropraktische und osteopathische Arbeit adressiert:
- Blockaden in der oberen Halswirbelsäule
- Narbenzüge
- Asymmetrische Muskelspannung
Gerade bei anhaltenden, unklaren Kiefergelenkschmerzen lohnt sich die Frage nach früheren Unfällen oder Operationen.
5) Kieferschmerzen und Begleitsymptome: Kopf, Nacken, Rücken, Herz
Kieferprobleme treten selten allein auf. Patienten berichten in unserer Praxis über ein ganzes Bündel an Beschwerden.
Kieferschmerzen und Kopfschmerzen
Kopfschmerzen und Kiefergelenkschmerzen beeinflussen sich gegenseitig:
- Verspannte Kaumuskeln triggern Spannungskopfschmerzen
- Fehlstellungen im oberen Nackenbereich fördern Migräneattacken
- Kiefergelenkschmerzen verstärken Licht- und Geräuschempfindlichkeit
Auf unserer Wissensseite zu Kopfschmerzen finden Sie viele Details zu diesen Zusammenhängen: Kopfschmerzen und chiropraktische Behandlung.
Kieferschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen
Zwischen Kiefer, Halswirbelsäule und Becken besteht ein enges Zusammenspiel:
- CMD-Patienten mit Kieferschmerzen zeigen häufig eine eingeschränkte Kopfdrehung
- Nackenschmerzen gehen mit ziehenden Schmerzen in Schulter und Oberarm einher
- Chronische Fehlhaltung führt zu Rückenschmerzen, die wieder auf Kiefergelenk und Kaumuskulatur zurückwirken
Weitere Informationen zu diesem Themenfeld finden Sie in unseren Beiträgen zu Nackenschmerzen und Rückenschmerzen:
Nackenschmerzen
Rückenschmerz – umfassender Beitrag
Kieferschmerzen und das Herz: Warnsignale ernst nehmen
In seltenen Fällen stehen Kieferschmerzen mit einem Herzinfarkt in Zusammenhang. Vor allem bei:
- Plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen im linken Kiefer
- Ausstrahlung in Brust, linken Arm, Rücken oder Oberbauch
- Begleitender Luftnot, Übelkeit, kaltem Schweiß oder Engegefühl in der Brust
solche Symptome stellen einen Notfall dar. Dann zählt jede Minute. Hier braucht es sofortige ärztliche Abklärung, kein manuelles Eingreifen. In der Chiropraxis Gärtner legen wir großen Wert auf Differenzialdiagnostik und verweisen bei Verdachtsmomenten an kardiologische Fachärzte oder die Notaufnahme.
Kieferschmerzen bei Erkältung oder Corona
Infekte der oberen Atemwege, Nasennebenhöhlenentzündungen oder COVID-19 treten häufig mit:
- Druckschmerzen im Gesicht
- Schmerzen im Bereich der Kieferhöhlen
- Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen
auf. Patienten verwechseln diese Beschwerden manchmal mit klassischen Kieferschmerzen. Ein Hinweis auf entzündungsbedingte Ursachen:
- Druckschmerz über den Wangenknochen
- Verstärkung beim Vornüberbeugen
- Klarer Beginn im Rahmen einer Erkältung oder Corona-Infektion
In diesen Fällen steht die ärztliche Behandlung der Infektion im Vordergrund. Chiropraktik und Osteopathie kommen ergänzend zum Einsatz, sobald der akute Entzündungsprozess abgeklungen ist, um:
- Restverspannungen im Nacken
- Dysbalancen durch längeres Liegen
- Wiederkehrende Spannungsgefühle im Kieferbereich
zu normalisieren.
6) Diagnostik: Wie wir Kieferschmerzen in der Chiropraxis Gärtner analysieren
Eine fundierte Diagnose legt die Basis für eine erfolgreiche Behandlung. In unserer Praxis in Braunschweig folgen wir einem strukturierten Ablauf.
Anamnese: Ihre Geschichte zählt
Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch:
- Wann traten die Kieferschmerzen erstmals auf?
- Kieferschmerzen beim Kauen oder in Ruhe?
- Kieferschmerzen einseitig rechts, links oder beidseitig?
- Gab es Unfälle, Zahnbehandlungen, Stressphasen?
- Bestehen begleitende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel, Ohrgeräusche oder Schlafprobleme?
Ihre Angaben liefern erste Hinweise auf CMD, Bruxismus, Gelenkpathologien oder systemische Erkrankungen.
Klinische Untersuchung des Kiefers
Im nächsten Schritt untersuchen wir:
- Mundöffnung: Ausmaß, Symmetrie, Ausweichbewegungen
- Kiefergelenke: Druckschmerz, Knacken, Reibegeräusche
- Kaumuskulatur: Tastbefund von Masseter, Temporalis, Pterygoiden
- Bisslage: Grobe Beurteilung des Kontakts zwischen Ober- und Unterkiefer
Die Untersuchung zeigt, ob Kieferschmerzen vor allem muskulären, gelenkbezogenen oder funktionellen Ursprung besitzen.
Haltungs- und Wirbelsäulenanalyse
Da Kiefer und Wirbelsäule eng zusammenarbeiten, beziehen wir den gesamten Körper ein:
- Stellung des Kopfes auf der Halswirbelsäule
- Beweglichkeit im Bereich Atlas/Axis
- Statik der Brust- und Lendenwirbelsäule
- Beckenstellung, Beinlänge, Fußstellung
Eine ausführliche Darstellung der chiropraktischen Analytik finden Sie unter Behandlungsansatz der Chiropraxis Gärtner.
Ergänzende Diagnostik und interdisziplinäre Zusammenarbeit
In vielen Fällen ergänzen Zahnärzte, Kieferorthopäden, HNO-Ärzte oder Radiologen unsere Befunde. Typische zusätzliche Untersuchungen:
- DVT oder MRT bei Verdacht auf Diskusverlagerung oder Arthrose
- Zahnärztliche Funktionsanalyse
- HNO-ärztliche Untersuchung bei Ohrsymptomen
Gerade bei CMD profitieren Betroffene von einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Chiropraktik und Osteopathie übernehmen hierbei die körperstatistische und funktionelle Komponente, während Zahnärzte sich um Bisslage und Schienentherapie kümmern.
7) Chiropraktische Behandlung von Kieferschmerzen in der Chiropraxis Gärtner
Chiropraktik versteht das Nervensystem und die Wirbelsäule als zentrales Steuerungsorgan. Kieferschmerzen zeigen oft, dass dieses System aus dem Gleichgewicht geraten ist. Unser Ziel:
- Druck von Nerven und Gelenken nehmen
- Beweglichkeit normalisieren
- Muskuläre Schutzspannungen reduzieren
Prinzipien der chiropraktischen Behandlung bei CMD und Kieferproblemen
Bei Kieferschmerzen betrachten wir insbesondere:
- Obere Halswirbelsäule (C0–C3)
- Brustwirbelsäule und Schultergürtel
- Beckenposition
Chiropraktische Justierungen setzen gezielte, kurze Impulse in Gelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit. Diese Impulse:
- Verbessern die Gelenkmechanik
- Reduzieren irritierende Signale an das Nervensystem
- Fördern eine physiologische Muskelspannung
Über Reflexbögen wirkt dies auch auf das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur.
Mehr Informationen zu unserem chiropraktischen Ansatz finden Sie unter Chiropraktik in der Chiropraxis Gärtner.
Behandlungsablauf: Vom Ersttermin bis zur Stabilisierung
Ein typischer Ablauf bei Kieferschmerzen:
Ersttermin mit Anamnese und Funktionsanalyse
Wir erfassen Beschwerden, Lebensstil, Arbeitsplatzsituation und bisherige Therapien. Anschließend prüfen wir Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Wirbelsäule und Becken.
Individuelle Behandlungsplanung
Auf Basis der Befunde entwickeln wir einen Plan aus chiropraktischen Justierungen, osteopathischen Techniken und Trainingstherapie.
Akutbehandlung
In den ersten Sitzungen reduzieren wir Schmerz und Entzündung. Der Fokus liegt auf:
- Lösen von Blockaden in der Halswirbelsäule
- Entlasten des Kiefergelenks
- Herabsetzen der Muskelspannung
Korrekturphase
Schrittweise optimieren wir die Statik der Wirbelsäule, verbessern Bewegungsmuster und integrieren Eigenübungen.
Stabilisierungsphase
Ziel ist eine langfristige Entlastung des Kiefers und eine verbesserte Resilienz gegen Stress. Trainingstherapie und ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz unterstützen diesen Prozess.
8) Osteopathische Behandlung von Kiefergelenkschmerzen
Die Osteopathie ergänzt die Chiropraktik mit einem stark gewebeorientierten Ansatz. Sie betrachtet:
- Parietale Strukturen (Muskeln, Faszien, Gelenke)
- Craniale Strukturen (Bewegungen von Schädelknochen und Kiefer)
- Viszerale Strukturen (Organe und ihre Aufhängungen)
Craniale Osteopathie und Kiefergelenk
Bei Kieferschmerzen spielt die craniale Osteopathie eine zentrale Rolle. Die Behandlung umfasst:
- Sanfte Mobilisation von Schädelknochen und Kiefergelenk
- Spannungsausgleich in der Kaumuskulatur und umgebenden Faszien
- Harmonisierung der Verbindung zwischen Schädelbasis und Kreuzbein (craniosakraler Rhythmus)
Osteopathische Techniken kommen besonders zum Einsatz bei:
- Knacken im Kiefergelenk
- Diskusverlagerungen
- Kopfschmerzen im Stirn- oder Schläfenbereich
- Kieferproblemen nach Zahn-OPs oder kieferorthopädischen Behandlungen
Ausführliche Informationen zur Osteopathie erhalten Sie in unserem Ratgeber unter Osteopathie – umfassender Ratgeber.
Viszerale Zusammenhänge
Über Faszienzüge stehen Organe mit der Wirbelsäule, dem Zwerchfell und dem Schädel in Verbindung. Verdauungsprobleme, Zwerchfellspannung oder Leberkapselzug beeinflussen:
- Die Aufrichtung der Wirbelsäule
- Die Kopfhaltung
- Den Tonus im Kieferbereich
Osteopathische viszerale Techniken:
- Entlasten Spannungszüge im Rumpf
- Harmonisieren das Zusammenspiel zwischen Atmung und Haltung
- Reduzieren indirekt Kieferschmerzen über bessere Statik und entspanntere Muskulatur
9) Kombination aus Chiropraktik, Osteopathie und Trainingstherapie
In der Chiropraxis Gärtner entstehen überzeugende Ergebnisse bei Kieferschmerzen vor allem dann, wenn mehrere Bausteine ineinandergreifen.
Warum die Kombination so wirksam ist
- Chiropraktik normalisiert die Gelenkfunktion und verbessert die Informationsweitergabe im Nervensystem.
- Osteopathie löst Spannungen in Muskeln, Faszien und Organverbindungen.
- Trainingstherapie stabilisiert die erreichten Verbesserungen und baut eine belastbare Muskulatur auf.
Unser Team entwickelt individuelle Trainingsprogramme, die gezielt auf CMD, Nackenverspannungen und Kiefergelenkschmerzen abgestimmt sind. Mehr dazu finden Sie unter Personal Training in der Chiropraxis Gärtner.
10) Selbsthilfe bei Kieferschmerzen: Übungen und Alltagstipps
Chiropraktik und Osteopathie entfalten ihre Wirkung besonders stark, wenn Sie Ihren Alltag gezielt anpassen. Viele Patientinnen und Patienten erleben dadurch schnell eine deutliche Erleichterung.
Sanfte Mobilisation und Dehnung des Kiefers
1. Entlastende Position für das Kiefergelenk
- Setzen Sie sich aufrecht hin.
- Legen Sie die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne an den Gaumen.
- Lassen Sie den Unterkiefer locker nach unten sinken, ohne aktiv zu ziehen.
Diese Position unterstützt eine neutrale Gelenkstellung und dient als „Ruheposition“ für Ihr Kausystem.
2. Seitliche Mobilisation
- Platzieren Sie zwei Finger einer Hand sanft auf der Wange vor dem Ohr.
- Öffnen und schließen Sie den Mund langsam, achten Sie auf gleichmäßige Bewegung.
- Wiederholen Sie die Bewegung 10–15 Mal und konzentrieren Sie sich auf einen ruhigen, fließenden Ablauf.
Diese Übung fördert die Koordination und reduziert ruckartige Bewegungen.
Entspannung der Kaumuskulatur
Masseter-Selbstmassage
- Tasten Sie die Kaumuskulatur seitlich am Unterkiefer, dort, wo beim Zubeißen ein „harter Muskelballen“ spürbar ist.
- Üben Sie mit zwei bis drei Fingern sanften Druck aus und kreisen Sie langsam.
- Bearbeiten Sie schmerzhafte Punkte 30–60 Sekunden, ohne den Schmerz zu provozieren.
Die Selbstmassage eignet sich besonders am Abend, um nächtliches Zähneknirschen abzuschwächen.
Haltung und Arbeitsplatzergonomie
Ein Großteil unserer CMD-Patienten arbeitet viele Stunden am Bildschirm. Kleine Veränderungen bringen oft große Entlastung:
- Bildschirm auf Augenhöhe ausrichten
- Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarm ungefähr im rechten Winkel positionieren
- Schultern entspannt nach hinten unten führen
- Regelmäßige Pausen alle 45–60 Minuten einplanen
In unserem Beitrag „Schmerzfrei im Büro“ finden Sie zahlreiche Umsetzungsbeispiele aus der Praxis:
Schmerzfrei im Büro.
Stressreduktion und Schlafhygiene
Da Stress Bruxismus und Kieferschmerzen stark verstärkt, lohnt sich ein Blick auf:
- Atemübungen vor dem Schlafengehen
- Digital Detox eine Stunde vor dem Zubettgehen
- Abendliche Routinen mit Dehn- oder Entspannungsübungen
In der Chiropraxis Gärtner integrieren wir auf Wunsch einfache, schnell umsetzbare Strategien in Ihren Behandlungsplan.
11) Wann Kieferschmerzen ärztlich abgeklärt werden müssen
Nicht jede Form von Kieferschmerz gehört in die chiropraxis. In folgenden Situationen braucht es zuerst eine ärztliche Untersuchung:
- Plötzlich auftretende, starke Kieferschmerzen mit Ausstrahlung in Brust, Arm oder Rücken
- Fieber, Schüttelfrost, ausgeprägtes Krankheitsgefühl zusätzlich zu Kieferschmerzen
- Schwellungen im Gesicht, Rötung und starke Druckschmerzhaftigkeit
- Kieferschmerzen nach Unfall mit Verdacht auf Fraktur
- Neu auftretende neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Sehstörungen
In der Chiropraxis Gärtner besprechen wir im Ersttermin genau, ob eine primär ärztliche oder zahnärztliche Abklärung notwendig ist, und empfehlen bei Bedarf entsprechende Fachadressen.
12) Kieferschmerzen in der Chiropraxis Gärtner: Vom Symptom zur ganzheitlichen Lösung
Unsere Erfahrung mit Patienten aus Braunschweig und Umgebung zeigt: Kieferschmerzen lassen sich in vielen Fällen deutlich lindern oder vollständig auflösen, wenn die Behandlung:
- strukturiert diagnostiziert
- Ursachen anstatt nur Symptome adressiert
- Chiropraktik, Osteopathie und Trainingstherapie sinnvoll kombiniert
- Alltagsgewohnheiten, Stresslevel und Schlaf berücksichtigt
Dank unserer Spezialisierung auf muskuloskelettale Beschwerden und CMD sowie der engen Verzahnung von Chiropraktik und Osteopathie entwickeln wir für jede Person ein individuelles, evidenzbasiertes Behandlungskonzept.
Weitere Einblicke in unsere Arbeit mit Kieferbeschwerden erhalten Sie hier:
Kieferbeschwerden – Ursachen und Behandlung.
Wenn Sie Kieferschmerzen, CMD oder unklare Kiefergelenkschmerzen belasten, vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis in Braunschweig:
Kontakt zur Chiropraxis Gärtner
oder nutzen Sie unseren Symptom-Check, um Ihre Beschwerden vorab einzuordnen.
13) Häufige Fragen zu Kieferschmerzen, CMD und ganzheitlicher Behandlung
Wie fühlt sich eine Kieferentzündung an?
Eine Kieferentzündung verursacht oft starke, pulsierende Kieferschmerzen, die sich beim Kauen oder beim Zubeißen verschlimmern. Häufig treten zusätzlich Schwellung, Rötung und ein starkes Druckgefühl im Bereich des entzündeten Zahns oder Kieferabschnitts auf. Manche Betroffene berichten über Ausstrahlung in Ohr, Schläfe oder Hals, gelegentlich auch über Fieber und ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Im Unterschied zu funktionellen Kieferproblemen wie CMD stehen bei einer Entzündung meist lokale Symptome und Allgemeinbeschwerden im Vordergrund. In solchen Fällen ist ein schneller Besuch beim Zahnarzt oder Kieferchirurgen wichtig.
Was soll ich tun, wenn mein Kiefer schmerzt?
Bei neu auftretenden Kieferschmerzen prüfen Sie zunächst, ob Warnzeichen wie Atemnot, Brustschmerzen, Lähmungserscheinungen oder starkes Krankheitsgefühl vorliegen – dann braucht es sofort ärztliche Hilfe. Liegen keine Notfallzeichen vor, beobachten Sie, ob Kieferschmerzen beim Kauen, morgens nach dem Aufwachen oder einseitige Beschwerden auftreten. Ruhigstellung, weiche Kost, Wärme auf die Muskulatur und kurze Entspannungsübungen lindern den akuten Schmerz häufig. Halten die Kieferschmerzen länger als einige Tage an oder kehren sie immer wieder, empfiehlt sich eine strukturiere Diagnostik mit Fokus auf CMD, Wirbelsäulenstatik und Kaumuskulatur, wie sie in der Chiropraxis Gärtner zum Alltag gehört.
Was können Schmerzen im Kiefer bedeuten?
Kieferschmerzen besitzen viele mögliche Ursachen: muskelbedingte Verspannungen, CMD, Kiefergelenksarthrose, Bruxismus, Zahnprobleme, Entzündungen, Fehlhaltungen oder auch seltene neurologische und kardiale Ursachen. Kieferschmerzen einseitig links in Kombination mit Brustdruck oder Luftnot weisen beispielsweise auf das Herz hin, während Kieferschmerzen beim Kauen und Knacken oft auf Kiefergelenk und Kaumuskulatur hindeuten. Chronische Kieferschmerzen mit Kopfschmerzen und Nackenschmerzen sprechen häufig für CMD mit Beteiligung der Halswirbelsäule. Eine sorgfältige Diagnostik klärt, ob Chiropraktik und Osteopathie zur Lösung beitragen oder ob zunächst eine ärztliche Abklärung notwendig ist.
Was tun, wenn man Kieferschmerzen hat?
Bei akuten Kieferschmerzen helfen zunächst Entlastung und Schonung: weich essen, weites Mundöffnen vermeiden und Wärme auf die Kaumuskulatur legen. Bewusstes Lockern der Zunge und eine entspannte Kiefer-Ruheposition unterstützen das Kiefergelenk. Treten Kieferschmerzen beim Kauen, morgendliche Verspannungen, Knacken im Kiefergelenk oder einseitige Kieferschmerzen regelmäßig auf, profitieren Betroffene von einer kombinierten Behandlung aus Chiropraktik und Osteopathie. In der Chiropraxis Gärtner analysieren wir Kiefergelenk, Kaumuskulatur, CMD und Körperstatik und erstellen einen individuellen Therapieplan, der auch Übungen und Training für den Alltag enthält.
Helfen Chiropraktik und Osteopathie bei CMD und Kiefergelenkschmerzen?
Ja, CMD und Kiefergelenkschmerzen sprechen häufig sehr gut auf eine ganzheitliche manuelle Behandlung an. Chiropraktik bringt Blockaden in der Halswirbelsäule und im Kiefergelenk in Bewegung und nimmt Druck vom Nervensystem. Osteopathie löst Spannungen in Kaumuskeln, Faszien und cranialen Strukturen. Durch die Kombination verbessern sich Beweglichkeit, Gelenkführung und Muskelbalance im Kieferbereich. Viele unserer Patienten berichten über deutlich reduzierte Kieferschmerzen, weniger Knacken im Kiefergelenk und spürbar entspannte Nacken- und Schultermuskulatur.
Welche Rolle spielt Stress bei Kieferschmerzen und CMD?
Stress verstärkt Kieferschmerzen in erheblichem Ausmaß. Unter Belastung pressen viele Menschen unbewusst die Zähne aufeinander oder entwickeln nächtlichen Bruxismus, was CMD und Kiefergelenkschmerzen massiv verschärft. Die Kaumuskulatur bleibt dauerhaft angespannt, Kieferschmerzen beim Kauen und Kieferschmerzen einseitig links oder rechts treten häufiger auf. In der Chiropraxis Gärtner verbinden wir deshalb chiropraktische und osteopathische Behandlung mit einfachen Strategien zur Stressreduktion, Atemübungen und Schlafhygiene, damit sich Kiefer, Nacken und Nervensystem nachhaltig erholen.
14) Tipps für externe Links
- https://www.dgzmk.de/patienten/informationen/ratgeber-fuer-patienten/kiefergelenkserkrankungen – Informationsseite der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zu Kiefergelenkserkrankungen und CMD. Passend nach dem Abschnitt „Was ist eine CMD und warum verursacht sie Kieferschmerzen?“.
- https://www.dgzs.com/patienten/bruxismus – Patienteninformationsseite einer Fachgesellschaft zu Bruxismus, Ursachen und Therapieoptionen. Geeignet im Abschnitt über Zähneknirschen und Kieferschmerzen.
- https://www.bzga.de/infomaterialien/stress – Ratgeber der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Umgang mit Stress. Sinnvoll nach dem Abschnitt „Stressreduktion und Schlafhygiene“.
- https://www.kbv.de/html/16732.php – Patienteninformation zur Abgrenzung von Herzinfarkt-Symptomen, inklusive Kiefer- und Brustschmerzen. Empfehlenswert nach dem Unterabschnitt „Kieferschmerzen und das Herz: Warnsignale ernst nehmen“.
- https://www.charite.de/forschung/themen/kopf_und_gesichtsschmerz/ – Informationsseite der Charité zu Kopf- und Gesichtsschmerzen, die Zusammenhänge zwischen Kieferproblemen, Kopfschmerzen und Nervensystem vertieft. Passend im Bereich zu Kopfschmerzen und Kieferschmerzen.
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